CIA-Einheiten im Ukraine-Krieg: Sheridan entwirft neue globale Konflikte

Taylor Sheridans neuestes Werk, „Lioness“, entführt den Leser in eine Welt, die kaum mit der Realität konkurriert. Die Serie, die bereits für ihre düsteren und hochspannenden Szenarien bekannt ist, verspricht in Staffel 3 noch mehr Chaos und globale Konflikte – und das alles mit einem überraschenden Bezug zu Wikiracing.

Wikiracing als Vorlage für Sheridans Strategie

Wie Birgit Schwarz feststellt, erinnert das Online-Spiel, bei dem man von Wikipedia-Seite zu Wikipedia-Seite navigiert, Sheridans Vorgehensweise an die Konstruktion der Handlung von „Lioness“. Die Serie beginnt mit der Entführung einer US-Politikerin durch mexikanische Kartelle und gipfelt in einem Angriff auf die US-Grenze, der von Iran orchestriert wird – eine komplexe Verschwörung, die Sheridan mit seinen zig-zagartigen Erzählsträngen zu verweben scheint.

Die kommenden Staffel deutet auf einen digitalen Krieg hin, ein neues Terrain für den Autor. Dabei scheinen Sheridans Charaktere, insbesondere die Senior Case Officer Joe McNamara (gespielt von Zoe Saldaña), die Technologie mit Skepsis zu betrachten. Die Landman-Gespräche über FaceTime und die Ablehnung der KI-Maschinen im Öl- und Gasbereich deuten auf eine Abneigung gegen moderne Technologien hin – zumindest wenn es nicht um Waffen geht.

Kriegsähnliche Szenarien und digitale Bedrohungen

Kriegsähnliche Szenarien und digitale Bedrohungen

Die Trailer zeigen eine Welt, in der Drohnen und Überwachungstechnologien im Vordergrund stehen. Es ist fraglich, ob Joe McNamara, dargestellt von Zoe Saldaña, die allgegenwärtige Überwachung des Staates als Fortschritt ansieht. Die Handlung schlägt erneut Alarm: Ein weiterer Entführungsfall, der mit einem Angriff auf die Ukraine beginnt. Sergeant Major Cody Spears (gespielt von Thad Luckinbill), ein Charakter aus früheren Staffeln, gibt Joe und ihrem Team die Anweisung, einen hochrangigen russischen Offizier zu fangen – eine Mission, die über die Frontlinien von Donetsk hinausgeht.

„Bis wir den Zielpunkt haben, sind Sie die Mission“, erklärt Spears. Die Truppe stürzt sich in einen Kampf gegen Killerdrohnen, krochzappelnde Hunde und unkontrollierten Beschuss. Die Atmosphäre erinnert an den Ersten Weltkrieg und Star Wars, eine bizarre Mischung aus veralteter Kriegsführung und futuristischen Waffen. Ein CIA-Officer kommentiert: „Dieser Ort ist wie der Erste Weltkrieg und Star Wars, die sich getroffen haben.“

Ein Breakneck-Rennen gegen die Zeit

Ein Breakneck-Rennen gegen die Zeit

Die Handlung von „Lioness“ ist bekannt für ihren rasanten Tempo. Nach einer Montage von Nachrichtenmeldungen, die Joe über einen Sprengstoffanschlag und Kriege auf der ganzen Welt informieren, wird sie erneut entführt. Die Szenen wechseln zwischen der Flucht aus dem Auto und dem Einsatz an der Front. Als Joe nach Hause kommt, wird sie von unbekannten Polizisten angegriffen und muss sich selbst verteidigen. Sheridan scheut sich nicht, die Konsequenzen der Informationslecks innerhalb der CIA zu zeigen, die zu einem Datenleck und der Offenlegung von Identitäten führen.

Die Staffel 3 verspricht, die Zuschauer erneut in ein Netz aus Intrigen und Konflikten zu ziehen – und das alles mit einem Tempo, das kaum zu überblicken ist. Ein Cliffhanger, der die Zuschauer bis zur nächsten Episode fesselt. Die Crew von „Lioness“ scheint sich auf eine weitere Reise in die dunkelsten Ecken der Welt zu begeben – und die Welt scheint bereit, sie zu empfangen.