125 Millionen für ein logo: die absurdität der verteidigungsministeriums-umbenennung

Ein skandalöses Verschwenden von Steuergeldern hat sich im US-Verteidigungsministerium abgespielt. Ein Detail, das offenbar einige Entscheidungsträger völlig entgangen ist: Die Umbenennung des Departements in ‘Department of War’ kostete den amerikanischen Steuerzahler rund 125 Millionen Dollar.

Ein grotesker witz auf kosten der bürger

Russell Vought, der von der Regierung als Bürokratie-Schlitzohr installiert wurde, verteidigte die Maßnahme in einem Plenumsgespräch vor dem House Appropriations Committee. Seine Argumentation – ‘Es ist, wie es schon seit Jahrzehnten war’ – ist bestenfalls zynisch. Wie könnte man denn diesen finanziellen Ausbruch nur rechtfertigen? Rep. Glenn Ivey stellte die Frage nicht unrecht: Ist es wirklich eine ‘verstandesgegenständliche Verschwendung’ für etwas, das Pete Hegseth ‘kribbeln’ lässt?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. 125 Millionen Dollar, die für ein neues Logo, neue Briefmarken und administrative Umstrukturierungen ausgegeben werden, während gleichzeitig die eigentlichen Bedürfnisse der Streitkräfte und der Bevölkerung vernachlässigt werden. Es ist, als würde man mit einem goldenen Eimer auf ein Loch in der Mauer malen – eine sinnlose Geste, die das Problem nicht löst, sondern lediglich die Fassade verschönert.

Ein historischer kontext, der hier fehl am platz ist

Ein historischer kontext, der hier fehl am platz ist

Voughts Behauptung, das ‘Department of War’ sei seit ‘meiner Nation’s Geschichte’ üblich, ist in sich widersprüchlich. Denn es gab Zeiten, in denen es kein Luftwaffenministerium gab, keine CIA oder ein Büro für das Management und Haushalt. Die Argumentation ist ein Versuch, die Umbenennung zu legitimieren, indem sie auf eine vermeintliche Tradition zurückgreift, die in Wirklichkeit nicht existiert.

Es ist eine Demütigung für jeden, der sich mit Budgetfragen auseinandersetzt. Die Amtsführung unter dieser Regierung ist oft von einer absurden Priorisierung geprägt. Die 125 Millionen Dollar könnten stattdessen in die Ausbildung der Soldaten, in die Modernisierung der Ausrüstung oder in die Unterstützung von Veteranen investiert werden – allesamt dringlichere Bedürfnisse als die Befriedigung einer persönlichen Vorstellungskraft.

Die Bemerkung von Rep. Ivey – ‘Diese sind die Mole-Menschen’ – trifft den Nagel auf den Kopf. Es geht um Leute, die sich mit den Details beschäftigen, die die Kosten von Entscheidungen hinterfragen und die versuchen, die Interessen der Bürger zu verteidigen. Sie werden oft als ‘Mole-Menschen’ diffamiert, als wären sie eine Bedrohung für die Machtelites. Aber gerade diese Menschen sind es, die verhindern, dass die Regierung in sinnlose Ausgaben verfällt.

Letztendlich ist die Umbenennung des Verteidigungsministeriums zu einem Kriegsdienst ein Zeichen der Verzweiflung. Es ist ein Beweis dafür, dass die Verantwortlichen keine Ahnung von den tatsächlichen Herausforderungen haben, vor denen das Land steht, und dass sie sich stattdessen darauf konzentrieren, sich selbst zu beweisen. Und das alles für eine Körperhaltung, die laut Vought ‘gemeinverständlich’ ist.