Risso revolutioniert gu: von prada zu fast retailing – ein neuer modestil
Francesco Risso, der bisher bei Marni tätig war, steht nun an der Spitze von GU, der jüngeren und trendigeren Schwestermarke von Uniqlo innerhalb des Fast Retailing Konzerns. Ein Wechsel, der mehr ist als nur ein Job – es ist eine radikale Neuausrichtung.
Ein überraschender schritt: risso bei fast retailing
Der italienische Designer, zuvor bekannt für seine experimentellen und oft androgynen Kollektionen bei Marni, schien für die präzise und effiziente Arbeitsweise von Fast Retailing, dem japanischen Modeimperium von Tadashi Yanai, ungeeignet. Risso selbst beschreibt sich als ‘ein bisschen verrückt’ in der Rezeptur. Doch gerade diese ‘Verrücktheit’ könnte der Schlüssel zum Erfolg bei GU sein.

Der kontrast: kreativität trifft auf effizienz
Yanai’s Organisation ist bekannt für ihre disziplinierte Struktur und den Fokus auf Funktionalität. Risso hingegen bringt eine expressive und leidenschaftliche Herangehensweise ein. Dieser Kontrast, den er selbst als ‘schöne Oxymorhese’ bezeichnet, soll die Sprache definieren, die GU braucht – eine Sprache, die sowohl innovativ als auch zugänglich ist.

Six characters, six welten
Um diese Vielfalt zu verkörpern, hat Risso ein systematisches Konzept entwickelt: sechs ‘Charaktere’, die als archetypische Repräsentanten seiner Designs dienen. Von ‘Der Existentialist’ in minimalistischen Grautönen bis hin zu ‘Kitten’ mit kuscheligen Pyjamas – jede Figur steht für einen eigenen Stil und eine eigene ‘Welt’. Diese Charaktere sollen die Kunden dabei unterstützen, ihren individuellen Look zu finden und die verschiedenen Stile zu kombinieren.
Demokratisierung der mode: ein trend, der sich fortsetzt
Risso ist sich bewusst, dass die Modeindustrie sich verändert. Die Preise steigen, und der Begriff ‘Luxus’ verliert an Bedeutung. Er sieht eine Chance darin, hochwertige Kleidung zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Dieser Trend wird auch von anderen Designern aufgegriffen – John Galliano bei Zara, Clare Waight Keller bei Uniqlo und Isaac Mizrahi bei Target. Ein Austausch, der darauf abzielt, die Mode für jedermann zugänglich zu machen.
Gu’s erfolg: zahlen sprechen für sich
Die Zahlen belegen diesen Trend: Im Berichtszeitraum bis September 2026 erzielte GU einen Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt, dass die Strategie von Risso Früchte trägt – und dass Fast Retailing auf ein neues, wachsendes Publikum abzielt. Die neuen Bermuda Shorts für 29,90 Dollar und T-Shirts für nur 9,90 Dollar sind ein klares Zeichen für diesen Anspruch.
Ein blick nach vorn: globale expansion und neue konzepte
Risso plant, GU auch in neuen Märkten zu etablieren und das Store-Konzept anzupassen. Statt nach Geschlecht zu sortieren, sollen die Geschäfte die ‘Charakter-Bubble’ widerspiegeln, um ein noch stärkeres Erlebnis zu schaffen. Das Ziel ist es, GU als eine Marke zu positionieren, die nicht nur Kleidung verkauft, sondern einen ganzheitlichen Lebensstil verkörpert. Die Fashion wird direkt auf die Straße gebracht und ist dem Endverbraucher unübersehbar präsent – ein ‘Hunger Games’ der Mode, so Risso selbst. Das Unternehmen plant, die Expansion weiter voranzutreiben, und Risso freut sich auf die zukünftigen Herausforderungen und die Möglichkeit, die Marke global zu etablieren.