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Tipp: zeckenparadies im garten? so schützen sie sich!

Der Frühling lockt: Doch mit der Gartenarbeit kommen auch die Zecken. Experten warnen: Ein unachtsam gestalteter Garten kann zum idealen Nährboden für die kleinen Plagegeister werden. Was Sie tun können, um sich und Ihre Familie zu schützen, ist einfacher als Sie denken.

Zeckenparadies? diese pflanzen und bereiche ziehen sie an

Feuchte, schattige und dicht bewachsene Orte sind das Lebenselixier von Zecken. Besonders attraktiv sind für sie hohe Gräser, dichte Hecken, Laubstreu und verwittertes Holz. Zwischen April und November sind die Achsen dieser kleinen Parasiten besonders aktiv. Ihre Größe ist zwar bescheiden – zwischen 3 und 1 cm – doch ihre Bedeutung als Überträger der Borreliose rechtfertigt höchste Vorsicht.

Ein vernachlässigter Garten in der Nähe von Wäldern oder Wiesen stellt ein Paradies für sie dar. Das gilt nicht nur für bestimmte Pflanzenarten, sondern vor allem für die Struktur der Vegetation.

Gefährliche bereiche im garten: was sie besser vermeiden oder pflegen sollten

Gefährliche bereiche im garten: was sie besser vermeiden oder pflegen sollten

Hohes Gras, das nicht gemäht wird, oder brachliegende Streifen im Rasen bieten ideale Verstecke. Auch Farne und hochwüchsige Pflanzen, die Feuchtigkeit speichern, sind ein Problem. Dichte Efeu- oder andere Bodendecker bilden einen kühlen, feuchten Microklima. Dicht geschnittene Hecken, besonders Thuja, produzieren Schatten und Feuchtigkeit. Auch dichte Sträucher wie Wildrosen, Disteln, Haselnussbäume und dichte Fliederbüsche sind problematisch. Und vergessene Holzstapel oder Haufen aus Ästen und Laub bieten Unterschlupf für Nagetiere, die Zecken tragen.

Weniger Nischen bedeuten weniger Chancen für Zecken. Regelmäßige Pflege ist hier der Schlüssel.

Schutzmaßnahmen: so reduzieren sie das zeckenrisiko

Einfache Veränderungen im Garten können bereits einen großen Unterschied machen. Regelmäßiges Mähen ist unerlässlich – im Frühjahr wöchentlich, im Sommer alle zwei Wochen. Halten Sie die Rasenfläche in frequentierten Bereichen kurz. Schaffen Sie einen 1 Meter breiten Streifen aus Kies oder Mulch zwischen Rasen und Hecke – trockene Oberflächen erschweren Zecken das Überqueren. Entfernen Sie Holzstapel und Laubhaufen und lagern Sie Holz auf einer Palette oder erhöht.

Auch der regelmäßige Rückschnitt von Hecken ist wichtig, damit mehr Sonnenlicht in das Innere gelangt und die Feuchtigkeit abgebaut wird. Offene Beete fördern zudem die Sonneneinstrahlung. Zecken meiden trockene, sonnige Flächen.

Zeckenabweisende pflanzen: ein natürlicher schutz

Anstatt die gesamte Vegetation zu entfernen, können Sie natürliche Barrieren schaffen. Bestimmte Pflanzen vertreiben Zecken durch ihre Duftstoffe.

Lavendel: Pflanzen Sie 5-7 Pflanzen pro Meter für einen duftenden Randstreifen. Abstand: 30-40 cm zwischen den Pflanzen.

Rosmarin: Ein robustes Strauchgewächs. Planen Sie 1 Pflanze alle 60 cm für einen niedrigen Sichtschutz.

Thymian: Ein hervorragender Bodendecker. Pflanzen Sie ihn mit einem Abstand von 20-30 cm und lassen Sie einen 10-15 cm breiten trockenen Streifen vor dem Rasen.

Melisse (Citronengras): Eine Pflanze pro 40-50 cm. Vorsicht: Sie breitet sich schnell aus – am besten in Töpfen kultivieren.

Wiesen-Kamille (Tansy): Ein camphorartiger Geruch. Pflanzen Sie 3-4 Pflanzen pro Quadratmeter in Beeten.

Zitronenmelisse: Eine Pflanze alle 40 cm am Rande von Terrassen oder stark frequentierten Bereichen.

Nepeta (Katzenminze): Pflanzen Sie 4-6 Pflanzen pro Meter. Sie hält viele Schädlinge fern.

Diese Pflanzen bieten keinen hundertprozentigen Schutz, reduzieren aber die Attraktivität Ihres Gartens für Zecken. Abwechslung zwischen Beeten und trockenen Flächen verstärkt den Effekt.

Vermehrende vorsicht: was sie nach dem aufenthalt im garten tun sollten

Die Prävention beginnt nicht nur im Garten. Nach jedem Aufenthalt im Freien sollten Sie Ihre Haut und die Ihrer Haustiere auf Zecken untersuchen. Schütteln Sie Kleidung aus und duschen Sie, wenn möglich, innerhalb von zwei Stunden. Sollte sich eine Zecke festgesetzt haben, entfernen Sie sie mit einer feinen Pinzette gerade heraus, ohne sie zu zerquetschen. Desinfizieren Sie die betroffene Stelle anschließend und konsultieren Sie einen Arzt bei Rötungen, Fieber oder anderen Symptomen.

Fazit: ein gepflegter garten ist ein guter schutz

Ein gut gepflegter und durchdacht bepflanzter Garten reduziert das Zeckenrisiko deutlich. Vermeiden Sie feuchte, dichte Bereiche, setzen Sie auf zeckenabweisende Pflanzen und schaffen Sie trockene Ränder. Kleine Maßnahmen im Alltag können Sie und Ihre Familie schützen. Die Zahlen sprechen für sich: Jährlich werden in Deutschland Zehntausende Menschen mit Borreliose infiziert. Ein bisschen Achtsamkeit kann Leben retten.